Adventskalender Tag 16 - Chaos im Kopf
๐๐๐ ๐ท๐๐๐ฃ๐, ๐ ๐๐๐๐๐ ๐๐ ๐๐๐๐ฃ ๐๐๐๐๐๐๐, ๐๐๐ ๐๐๐๐๐๐ ๐ ๐๐๐, ๐๐๐ ๐๐๐๐๐๐ ๐๐๐๐! ๐๐๐ ๐ ๐๐ ๐๐
๐๐๐๐ ๐๐๐ ๐ผ๐๐๐๐๐๐๐ ๐๐๐๐๐, ๐๐๐ ๐๐๐ ๐๐๐ ๐๐๐๐๐ ๐๐๐๐๐๐๐๐๐๐๐. ~ Theodor Fontane~
Nach einem langen Arbeitstag รถffnete ich Tรผrchen Nummer 16, und was mir entgegenstrahlte, lieร mich fast meine Fassung verlieren: Die Reise nach Trulala von Wladimir Kaminer. Doch bevor ich mich auf den Inhalt konzentrieren konnte, war da dieses Cover – ein wahrer Angriff auf die Augen.
Grelles Gelb, รผberzogen mit einem Meer aus Punkten, das jede Konzentration zerschlรคgt. Und dann die Schrift: verschnรถrkelt und schwer zu lesen. Nach drei Sekunden musste ich das Buch weglegen. Ein lรคngerer Blick hรคtte wohl Kopfschmerzen oder Schwindel verursacht.
Ich fragte mich sofort, ob das Buch absichtlich so gestaltet wurde, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Vielleicht wollte Kaminer, รคhnlich wie meine Kollegin, die Verwirrung und Zerstreuung unseres Alltags einfangen. Dieses Gefรผhl, wenn der Kopf durch stรคndiges Bling-Bling – E-Mails, Telefonanrufe, To-Do-Listen – รผberfordert ist. Vielleicht wollte sie mir damit ein kleines, augenzwinkerndes "So fรผhlt sich mein Alltag manchmal an!" รผbermitteln.
Der Spruch von Theodor Fontane kรถnnte hier eine unerwartete, aber passende Ruhe ins Spiel bringen. Vielleicht ist die Botschaft des Tages: Auch wenn das รuรere chaotisch und verwirrend ist, liegt die Wahrheit oft in uns selbst.
Was bleibt, ist die Hoffnung, dass der Inhalt des Buches ruhiger und klarer ist als sein Cover. Vielleicht findet man ja zwischen den Seiten eine Reise, die trotz des wilden Einstiegs einen klaren Blick auf die Welt erรถffnet – oder zumindest ein paar Lacher bringt.
Kommentare
Kommentar verรถffentlichen